Die Gewinnung von Wabenhonig in der Kassette

Wabenhonig ist das feinste und edelste Naturprodukt das wir kennen.
Er besitzt als Nahrung für den Menschen besonders wertvolle Eigenschaften und erfreut
sich daher wachsender Beliebtheit.

Qualitätswabenhonig aber ist eine ausgesprochene Mangelware und erzielt stets Spitzenpreise.
Für den Imker eröffnen sich daher in dieser Richtung neue grosse wirtschaftliche Möglichkeiten.

Die Erzeugung von Wabenhonig war bisher umständlich, zeitraubend und teuer. Vielfach war seine
Gewinnung auch unhygienisch.

Mit Hilfe der Wabenhonigkassette ist sie jedoch im höchsten Masse einfach, billig und in der Hinsicht
einwandfrei.

Die Kassette erfüllt für die Bienen die Aufgabe einer vorgegebenen Mittelwand. Sie ist als
Kassettenboden zwar aus Kunststoff wird aber, weil Wachs überzogen, von den Bienen ebenso
gerne angenommen, ausgebaut und mit Honig vollgetragen, wie reine Wachsmittelwände.

Für den Imker ist sie eine handelsfertige Packung, in welcher die Bienen den Honig, dadurch, dass
sie ihn darin speichern, regelrecht selbst verpacken.

Ist die Kassette voll, wird sie entnommen, zusammengeklappt und der Wabenhonig ist fertig für
den Verkauf.

Einfacher, rationeller und hygienischer kann die Produktion von Wabenhonig nicht erfolgen.

Der praktische Einsatz der Wabenhonigkassetten kann nur in Verbindung mit einer halbhohen
Honigraumzarge erfolgen. Vier Bretter sind für diesen Zweck rasch zusammengenagelt. Am
besten bewährt sich im Zusammenhang damit, wenn die Kassette in Dickwabenrähmchen 
eingesetzt werden.

Zwischen jeweils zwei Rähmchen mit Kassetten wir ein Schild eingehängt, damit zwischen ihnen 
kein Querbau entsteht und sie sich nach der Entnahme verschliessen lassen.

Die Kassetten können auch ohne Rähmchen verwendet werden, wenn die halbhohen Zargen auf 
der Unterseite mit 32 mm breiten und 10 mm starken Leisten so versehen werden, dass diese
mit der Zargenunterseite bindig abschliessen und 53 mm von Mitte zur Mitte entfernt sind.

In diesem Fall werden die Kassetten auf die Leisten gestellt, ein Schied zwischen jede Reihe 
gehängt und die Zarge ist fertig zum Aufsetzten.

Dieses sensationelle Ergebnis ist in langjähriger Zusammenarbeit zwischen Imkern,
Verhaltensforschern und der Kunststoffindustrie entstanden und in den
bedeutendsten Ländern der Welt zum Patent angemeldet worden.

Folgende Voraussetzungen müssen für die erfolgreiche Produktion von Wabenhonig gegeben
sein:
1. Die Produktion von Wabenhonig ist nur bei Massentracht möglich.
2. Nur starke Völker in voller Trachtstimmung sind für die Produktion von Wabenhonig
    geeignet.
3. Die Zarge mit den Kassetten muss ohne Absperrgitter immer unmittelbar über den
    Brutbereich aufgesetzt werden.
4. Die Zargen mit den Wabenhonigkassetten sind stets in nachstehender Reihenfolge
    aufzusetzten.
Die Vorgangsweise ist beim Aufsetzten der Zargen zum Zweck der Wabenhonigerzeugung
in Kassetten von grösster Wichtigkeit. Die erste Zarge kommt direkt auf den Brutbereich.
Nachdem diese zur Hälfte bzw zwei Drittel vollgetragen wurde, wird die zweite Zarge mit
Kassetten aufgesetzt. Das Aufsetzten der neuen Zarge erfolgt also langsamer. Aus diesem
Grunde wird empfohlen, beim Aufsetzten jeder neuen Zarge zuerst die schon am Bienenstock
befindlichen Zargen so zu verdrehen, dass die leere vorderen Kassetten nach hinten zu liegen
kommen. Dadurch erreicht man, dass sie gleichmässig gefüllt werden. Wird die dritte Zarge
aufgesetzt, so ist die bisher oben liegende zweite Zarge auf den Brutbereich zu postieren.
Dann folgt die erste und als Abschluss die leere dritte Zarge. Die erste Zarge muss fast voll und 
die zweite mindestens halbvoll sein, bevor die dritte eingesetzt wird. Das unten stehende Schema
zeigt die richtige Handhabung bzw. das richtige Aufsetzten. Die Zargen sollen vom Bienenstock
abgenommen werden, sobald die Kassetten gefüllt sind.